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Von FGM zu CGM - zahlt es sich aus umzusteigen?

 

Julia war im Herbst 2017 für 4 Monate in Südamerika unterwegs und hat sich entschieden dafür von FGM (flash glucose monitoring) auf ein rtCGM (real time continious glucose monitoring) System umzusteigen*. Genauer gesagt auf das Dexcom G4 System. Erfahrt hier mehr ob sich der Wechsel ausgezahlt hat.

 

1.    Ja zu mehr Messgenauigkeit

Messgenauigkeit sollte ja generell Teil einer guten Diabetestherapie sein. In extremen Situation kann sie aber eine umso wichtigere Rolle spielen. Auf einer mehrtägigen Wanderung in abgelegenen Gebieten oder nächtlichen Ausflügen in neuen Städten fühlt es sich gut an zu wissen, dass man sich auf sein Glukosemesssystem verlassen kann. Durch die Kalibrierungen zwei Mal täglich stimmen die Werte weitaus mehr mit dem im Blut gemessenen Glukosegehalt überein.

 

2.   Genauere Trendpfeile

Bei meinem FGM-System wurde ich immer ganz nervös so bald der Pfeil auf stark sinkend eingestellt war. Oft auch wenn ich noch im Zielbereich war, oder sogar etwas erhöht. Durch die genaueren Trendpfeile (stark sinkend und sehr stark sinkend) fand ich es um einiges leichter nicht gleich zu überreagieren.

 

3.     Sicherheitsgefühl durch rechtzeitige Warnungen

Besonders bei körperlicher Anstrengung  - sei es bei einer Wanderung oder einer Erkundungstour durch die Stadt war es besonders entspannt zu wissen, dass das CGM-System mich warnt, wenn ich auf dem Weg in einen kritischen Blutzuckerbereich bin. Je nach Aktivität habe ich dabei meiner Unter- und Obergrenze auf die jeweilige Situation angepasst.

 

4.     Besserer Schlaf und mehr Entspannung

Leider gehöre ich zu den Personen mit sehr leichtem Schlaf bzw. gelegentlichen Schlafproblemen. Diabetes trägt da definitiv dazu bei. Meine Schlafqualität leidet besonders bei Phasen mit starken Blutzuckerschwankungen oder Stress. Als ich noch das FGM-System getragen habe, bin ich oft nachts aufgewacht um kurz meinen Glukosewert zu scannen. Allerdings war es auch nicht ungewöhnlich morgens aufzuwachen und sich wie von einem LKW überfahren zu fühlen. Erst im Nachhinein konnte ich an meiner Kurve Exkursionen in niedrige oder sehr hohe Blutzuckerbereiche sehen. Während den 4 Monaten konnte ich solche Nächte deutlich reduzieren bzw. eben schon wenn nötig frühzeitig reagieren. Herrlich!

 

Zusammengefasst war ich überrascht welch große Auswirkung der Wechsel auf CGM auf mich , meine Blutzuckerwerte und vor allem auf mein Wohlbefinden hatte. Die einzigen Nachteile waren der doch deutlich größere Sensor (im vergleich zum FGM-Sensor) und die aufwändigere Setzart (an die ich mich jedoch recht schnell gewöhnt habe). 

Meine grundsätzlich doch sehr positiven Erfahrungen haben mich stark dazu motiviert nun ein CGM-System zu beantragen. Drückt mir also die Daumen!

Welche Erfahrungen habt ihr mit FGM oder CGM gemacht?

 

 

 

 

*Das Dexcom G4 System wurde mir von Dexcom Austria kostenlos während meiner Reise zur Verfügung gestellt. Nachdem ich wieder nach Österreich zurückgekehrt bin, habe ich das Testgerät wieder an Dexcom zurückgegeben. Ich möchte mich an dieser Stelle bei Dexcom Austria bedanken, die es mir ermöglicht  haben mit mehr Sicherheit in mein Abenteuer zu starten. Dieser Bericht entstand freiwillig und spiegelt ausschließlich meine eigene Meinung wider.

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