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Diabetes- und Sportfibel - Die besten Tipps & Tricks

Nachdem bekannt war, dass es eine Neuauflage der Diabetes- und Sportfibel geben würde, habe ich sie mir sofort bestellt. Ich musste einige Monate darauf warten, aber das Warten hat sich definitiv ausgezahlt. Reviews könnt ihr im Netz schon einige finden, deshalb will ich euch nicht bloß eine Inhaltsangabe des tollen Buches geben, sondern ein paar Kapitel herausgreifen, die mir besonders gefallen haben und mit denen auch ich schon Erfahrung gemacht habe. 

Nachdem bekannt war, dass es eine Neuauflage der Diabetes- und Sportfibel geben würde, habe ich sie mir sofort bestellt. Ich musste einige Monate darauf warten, aber das Warten hat sich definitiv ausgezahlt. Reviews könnt ihr im Netz schon einige finden, deshalb will ich euch nicht bloß eine Inhaltsangabe des tollen Buches geben, sondern ein paar Kapitel herausgreifen, die mir besonders gefallen haben und mit denen auch ich schon Erfahrung gemacht habe. 

Lass deinen Körper und Blutzucker nie aus den Augen!

Zu Beginn geben Ulrike Thurm und Bernhard Gehr eine Einführung zu den Basics von Sport und den Auswirkungen davon auf den Körper. Wie wir alles wissen, hat Sport riesengroße Auswirkungen auf den Körper, weshalb auch recht oft darauf hingewiesen wird, dass man seinen Blutzucker oft kontrollieren soll. (Nach meinem Geschmack ein bisschen zu oft). Auf jeden Fall ist es gut zu wissen, wie der (gesunde) Körper auf Bewegung reagiert, denn schließlich versuchen wir ja Tag ein und Tag aus, diesen mit Pumpen & Co. nachzuahmen. 

Erstelle ein Sport-tagebuch!

Ein definitiv guter Tipp ist es, ein Sport-Tagebuch zu führen. Schon oft vorgenommen, aber aus Faulheit noch nie gemacht, werde ich das nun in Angriff nehmen. Ulrike und Bernhard schlagen vor, dass man Datum und Uhrzeit, Art, Dauer und Intensität, den Glukosetrend/wert, die Insulinreduktion und die Art und Menge der zugeführten Kohlenhydrate dokumentiert. Ich werde noch den Post-Sport-BZ und die abgegebene Menge Insulin dokumentieren. Da ich vor dem Sport meine Basalrate längere Zeit quasi auf 0 setze und auch während dem Sport nur eine minimale Insulinzufuhr habe, habe ich nach Beendigung des Sports einen akuten Insulinmangel. Den versuche ich je nach Dauer des Mangels, mit einem Bolus von 1-2 Einheiten sofort nach Beendigung der Aktivität auszugleichen. (auch wenn mein BZ normal ist!)

Nimm genügend Kohlenhydrate zu dir!

Auch während der Belastung ist es notwendig, den Körper mit Energie zu füttern. Nicht nur bei uns Dias ist das notwendig, auch ein/e gesunde/r Sportler/in braucht zwischendurch mal Nachschub. In der Diabetes- und Sportfibel ist hierfür eine tolle Tabelle abgebildet. Besonders nützlich sind verdünnte Fruchtsäfte, um den Magen zu schonen und die Energie möglichst schnell zuführen zu können. Ulrike und Bernhard geben zahlreiche Kombinationen an. Für mich sind folgende auf jeden Fall erprobenswert (angepasst an Dauer und Intensität):

 

Laufen 1-3 Std. oder Radwettkampf unter 1 Std.:

3 Teile Mineralwasser, 1 Teil Fruchtsaft oder

1 Teil Mineralwasser, 1 Teilfruchtsaft

 

Wandern, Walking, Bergsteigen, Radfahren:

3 Teile Mineralwasser, 1 Teil Fruchtsaft oder

1 Teil Mineralwasser, 1 Teilfruchtsaft

 

Mit einer regelmäßigen Zuführung dieser Fruchtsaftmischung (und reduzierter Basalrate) werde ich meine nächste Wandertour hoffentlich mit stabilem BZ schaffen. 

Bereite alles für Grosse Hitze, Kälte und Höhe vor!

In Zeiten von CGM ist die Blutzuckerkontrolle einfacher als je zuvor. Aber wie alle technischen Geräte, sind auch diese nicht vor Fehlern gefeit und wurden nicht unter großer Hitze, Höhe und Kälte getestet. Ulrike und Bernhard gehen aber richtigerweise davon aus, dass auch wir DiabetikerInnen uns auch oberhalb des Meeresspiegels aufhalten und der Urlaub auch mal außerhalb des gemäßigten Klimas von Europa stattfindet. :)

Auf jeden Fall sollte man sein Blutzuckermessgerät (welches man ja für den Notfall immer bei sich trägt) bei großer Kälte immer am Körper tragen. Kleine Taschen oder die Innentasche der Jacke haben sich dafür bewährt. Auch für die Messung selbst gilt: möglichst unter der Jacke, damit auch alles schön warm bleibt. 

Wenn der Urlaub mal in einem Gebiet stattfindet, wo der Temperaturpegel über 35 Grad klettert (ich weiß, das ist im Moment auch bei uns der Fall), dann sollte das Gerät samt Messstreifen zum Beispiel zentral im Hauptfach deponiert werden, weil dort die geringste Temperatur herrscht. Im Notfall kann man auch auf Cool-Bags o.Ä. zurückgreifen. (aber Vorsicht vor Flüssigkeitsaustritt) 

Die Hersteller garantieren meist eine korrekte Messung bis zu 3000 m Höhe. Berge sind ja bekanntlich auch mal höher. In diesem Fall sollte man auf jeden Fall vorab herausfinden, welches Gerät in so luftigen Höhen funktioniert. Das hängt nämlich mit der Art und Weise zusammen, mit welchen Enzymen die Messgeräte den Blutzucker messen. (da gibt es zwei Methoden, nämlich die Glukose-Oxidase und die Glukose Dehydrogenase) Erfahrungsberichte findet ihr im Buch zu verschiedenen Höhenmetern.

Natürlich haben wir den großen Vorteil unseren Glukoseverlauf auch auf dem Mobiltelefon checken zu können. Da ich aber aus Erfahrung weiß, dass mein IPhone bei großen Temperaturschwankungen bald mal den Geist aufgibt, habe ich bei Wanderungen immer ein Blutzuckermessgerät mit.

Lies die Fibel vorab!

Grundsätzlich wusste ich bereits vieles, was in der Fibel steht. Ich habe mich aber schon sehr viel mit Diabetes und Sport auseinandergesetzt und auch selbst viel improvisiert und erprobt. Wer sich für Diabetes und Sport außerhalb von Spazierengehen im Park interessiert, sollte die Fibel unbedingt lesen! Die Erfahrungsberichte im letzten Kapitel des Buches runden den informativen Wälzer nochmals ab. Ich kann euch aber nur raten, vorab alles zu lesen und euch Notizen zu machen, denn einen 600 Seiten Schmöker sollte man nicht unbedingt auf eine Bergtour mitnehmen ;)

 

Alle Informationen wurden hier zusammengefasst und verkürzt dargestellt. Für ausführliche Beschreibungen seht in der Diabetes- und Sportfibel nach. 

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