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MedAngel ONE Temperatursensor

Insulin sollte bei bestimmten Temperaturen im Kühlschrank gelagert werden. Im besten Fall beträgt die Temperatur zwischen 2-8C°. Wärmere Temperaturen sind meistens kein Problem, wir müssen das Insulin ja schließlich auch während des Tages bei uns tragen, und auch wenn es derzeit nicht danach aussieht, es wird wieder über 8C° draußen haben 😉 Anders sieht es mit kühleren Temperaturen aus: bei Minusgraden kann Insulin gefrieren und verliert seine Wirkung. 

Dieses Problem hatte auch Amin, selbst Typ-1-Diabetiker: sein Kühlschrank hatte sein Insulin eingefroren ohne das er es merkte! Das bracht ihn zu der Idee ein Gadget zu erfinden, welches die Temperatur des gelagerten Insulins misst und die aktuelle Temperatur an eine App sendet, welche einen warnt, falls sich die Temperatur des Insulins außerhalb des vorgesehenen Bereichs befindet. 

MedAngel ONE im Test

Wir haben für euch den MedAngel ONE Temperatursensor getestet. Anfangs war ich ein bisschen skeptisch, ein Temperatursensor für mein Insulin? Ich bin bis jetzt auch ohne recht gut zurecht gekommen und dacht nicht, dass das was für mich ist. Amin war so nett und hat mir einen Sensor zum Testen zur Verfügung gestellt. Kaum war er angekommen, ging er auch sofort in den Einsatz. 

Der Temperatursensor ist kompakt in einer kleinen Schachtel verpackt. Was gleich positiv auffällt ist, dass nicht nur eine Batterie dabei ist, sondern auch ein praktischer Öffner für das Batterienfach. Wer schon mal verzweifelt versucht hat, das Batterienfach eines HF-Brustgurtes zu öffnen, der weiß, dass ein solcher Öffner Gold wert ist! Der Öffner wird also auch ab sofort für meinen Brustgurt zweckentfremdet werden 😉

Eine kleine Bedienungsanleitung ist ebenfalls beigelegt, welche erklärt, wie die Batterie eingesetzt werden muss und, dass man sich die MedAngel ONE App aus dem App Store oder Google Play Store herunterladen soll. Gesagt getan, sobald ich die App heruntergeladen habe, geht die Installation wirklich einfach: man muss den Zugriff auf den Standort erlauben und einen Account mit E-Mail Adresse und Passwort erstellen. Man darf nicht vergessen, die Mail die man bekommt auch zu bestätigen, sonst kann man sich nicht in der App anmelden. 

Man synchronisiert den Sensor mit der App, benennt ihn mit dem eigenen Namen/Standort des Sensors, und wählt das eigene Insulin aus. Die App ist leider nur auf Englisch ver-fügbar, jedoch ist alles recht selbst erklärend und deshalb überhaupt kein Problem alles schnell einzurichten. Der Sensor verbindet sich via Bluetooth mit der App und hat eine sehr gute Konnektivität. In meiner ganzen Wohnung empfängt die App die Daten vom Sensor und warnt mich regelmäßig, dass man Insulin nicht ganz die richtige Temperatur hat. 

Nach der kurzen Installation geht's auch schon los: der Sensor liefert sofort Daten, was auch zu einer witzigen Situation führt. Da ich den Sensor noch nicht in den Kühlschrank gelegt hatte, zeigte mir die App sofort an, dass mein Insulin zu heiß sei. Ich war dann ein bisschen geschockt, dass es in meiner Wohnung 26C° hatte, ich hab gleich mal die Heizung ein bisschen zurück geschalten. ;)  

 

Der Sensor braucht ein bisschen, bis er versteht, dass er nun im kalten Kühlschrank ist. Nach kurzer Eingewöhnungszeit meldet er mir dann, dass mein Insulin leicht über der optimalen Temperatur liegt. Mein Insulin hat anscheinend die letzten Jahre immer bei einer Temperatur von ca. 9C° gelagert. Das ist zwar nicht schlimm, weil besser zu warm als zu kalt, jedoch habe ich meinen Kühlschrank nun so eingestellt, dass mein Insulin bei seiner Lieblingstemperatur von ca. 5C° lagert. Zudem gibt es auch noch eine sehr nützliche Timeline, welche die Temperatur des Sensors der letzten 30 Tage aufzeichnet. So werden Temperaturschwankungen im Kühlschrank ersichtlich. Schade, dass meine Blutzuckerkurve nicht so wie die Temperaturkurve aussieht!

Fazit

Wie am Anfang erwähnt, war ich zu Beginn etwas skeptisch, ob ich denn einen Temperatursensor brauche. Ich wurde auf jeden Fall eines besseren belehrt: auch wenn die Temperatur in meinem Kühlschrank recht gut gepasst hat, ist doch mein Bewusstsein dafür gestiegen, dass die Temperatur für die Wirksamkeit von Insulin entscheidend sein kann. Beachten muss man auf jeden Fall auch die natürlichen Temperaturschwankungen im Kühlschrank, also nicht verrückt machen lassen, wenn die Temperatur mal 2C° mehr oder weniger anzeigt, solange sie nicht unter den Gefrierpunkt geht! Der Sensor ist auf jeden Fall auch super für Reisen geeignet: gerade in heißen Ländern oder bei Winterwanderungen steigt die Gefahr immens, dass das Insulin sich stark außerhalb der idealen Temperatur befindet! Ich werde den Sensor auf jeden Fall zur nächsten Reise mitnehmen, um ihn auch unterwegs zu testen. Ein Update folgt dann hier. Die App erlaubt es auch, mehrere Sensoren parallel laufen zu haben: so kann ein Sensor im Kühlschrank bleiben, während sich der andere vielleicht in der Tasche befindet :)  

Mehr Infos

Mehr Informationen zum Temperatursensor bekommt ihr auf: https://medangel.co/


Ich möchte mich an dieser Stelle bei MedAngel für die kostenlose Zusendung des Sensors bedanken. Der Beitrag entstand freiwillig & spiegelt ausschließlich meine eigene Meinungwider.

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