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Ein Halbmarathon mit Himmelfahrt

VERFASST VON: Sara

Wachaumarathon 2017 – 2 Jahre nach meinem ersten Halbmarathon wage ich mich erneut an den Wachau Halbmarathon, welcher  in Spitz an der Donau startet. Ist ja mit Diabetes nicht so einfach. Deshalb werden die Vorbereitungen im Vorhinein genau getroffen, so denkt man zumindest. Welche Überraschungen mich während des Laufs erwarteten, erfahrt ihr in diesem Beitrag.

 

Die Vorbereitungen

Einen Tag vorher wird schon alles vorbereitet, der Zug von Wien nach Spitz fährt immerhin schon ziemlich früh. Laufsachen sind gepackt, mein Freestyle Libre Gerät noch in eine Handyhülle zum Laufen verstaut, damit ich es während dem Lauf immer griffbereit habe. Das Frühstück ist ebenfalls schon zubereitet. Ich habe mir 3 BEs als „Müsli“ vorbereitet: Haferflocken, Rosinen, Erdbeeren und Joghurt. Das esse ich gemeinsam mit einem Kaffee im Zug nach Spitz. Ungefähr drei Stunden vor dem Start habe ich somit noch 3 BE gegessen und gespritzt und circa zwei Stunden vor dem Start noch meine normale Tagesdosis an Levemir.

 

Die Wetterprognose ist nicht besonders rosig. Es soll die ganze Zeit regnen. Die Temperatur ist ja für einen Lauf ideal: 14 Grad. Aber schon nass in den Lauf starten? Naja, wir können uns es nicht aussuchen. 

 

 

Nach kurzer Zeit kommt schon der erste Schreck im Zug: das Frühstück hat wohl seine volle Wirkung ausgebreitet und mein Blutzucker bahnt sich seinen Weg in himmlische Höhen. Eine Stunde vor dem Start korrigiere ich bei einem BZ von 280 leicht steigend noch mit einer Einheit Novo Rapid. Beim Start noch immer 283. Na super! Ich laufe bei Nieselregen mal los mit dem Gedanken, dass ich ja eigentlich noch genügend Insulin im Blut haben und der BZ irgendwann mal runtergehen muss. 

 

Nicht nur ich war im Läufer-Hoch, sondern auch mein BZ
Eine halbe Stunde nach dem Start: 357 stark steigend. Das gibt’s doch nicht!!! Ich warte geduldig ab, lieber noch ein wenig mit einer Korrektur warten, denn ich habe ja erst vor zwei Stunden noch eine Einheit korrigiert. Zig mal gemessen und nichts geht da runter. Ich warte geduldig. Endlich, eine Stunde nach dem Start geht der BZ endlich runter. Zwar nicht besonders schnell, aber doch. Ich kann sogar dreißig Minuten vor dem Zieleinlauf noch ein Energy-Gel nehmen, für das ich keinen zusätzlichen Bolus spritze. 

 

Für meine Korrektur habe ich die kleinen Einwegspritzen von Daily-Dose mit. Die lassen sich superleicht in meiner Jackentasche verstauen. Ich habe drei Spritzen, mit jeweils einer halben (!) Einheit Insulin mit. Mehr sollte ich auf keinen Fall korrigieren, da der Körper durch die starke Anstrengung schon diese halbe Einheit sofort aufgreift. 

 

Im Ziel
Ich komme dann mit einem Blutzucker von 230 ins Ziel und korrigiere den gleich mal runter. Der Lauf ist zwar blutzuckertechnisch nicht gut gelaufen, doch ich konnte trotzdem meine persönliche Bestzeit laufen! In der Früh war ich recht aufgeregt, das hat sich wahrscheinlich auf meinen Blutzucker niedergeschlagen. Vielleicht hatte ich aber auch mein Frühstück falsch berechnet. Zum Glück ist alles gut gegangen. 

 

Welche Erfahrungen habt ihr mit eurem Blutzucker während anstrengenden sportlichen Betätigungen gemacht? 

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